gfi gfi
Parcours:



Panorama
Technik
Kontakt
Meilensteine
Fotogalerie
Literatur
Artikel - Presse
Downloads
Links
Kalkofen, Prad, 1901

Kalk ist ein alter und wichtiger Baustoff. Er wird mit Wasser und Sand zu Mörtel vermischt, war früher ein viel verwendetes Desinfektionsmittel und wurde als Kalkmilchanstrich für die Bekämpfung von Tierseuchen verwendet. In der Pestzeit versuchte man damit die Kirchenräume von den tödlichen Bakterien zu befreien. Beim Ablösen dieser Kalkschichten entdeckt man manchmal kostbare Fresken.


Panorama

Der Kalkbrandofen von Talaid/Tarsch liegt etwa 200 Meter unterhalb der Medarduskirche bei der Straße nach Freiberg; ein Schild und ein Weg erleichtern das Auffinden dieser Kostbarkeit.

Technik

Ofen
Der turmartig in den Hang gebaute Ofen ist 5 Meter tief und misst 4,60 Meter im Durchmesser. Hier ist Platz für 60 Kubikmeter ungebrannter Kalksteine; der Brennvorgang würde ca.100 Kubikmeter Fichtenholz benötigen, jedoch wurde laut Überlieferung, im Jahre 1900, zur Restaurierung der Karpophoruskirche in Tarsch, das letzte Mal Kalk gebrannt.


Kalk
Das Feuer des Fichtenholzes eignet sich besonders gut für den Brennvorgang wegen der langen Flammen, die gleichmäßig die aufgeschichtgeten Steine umzüngeln. Durch die Feuerglut wird dem kalkhaltigen Stein Wasser und Schwefel entzogen, um mehr als die Hälfte des Gewichtes. Bei der Entnahme halten die gebrannten Steine noch zusammen, aber für den Gebrauch muss der Kalk gelöscht werden und zwar durch Abgießen mit Wasser in einer Löschpfanne; den gelöschten Kalk kann man sofort verwenden oder in einer Grube ständig unter Wasser lagern. Durch diese altbewährte Kalkgewinnung wird der Schwefelanteil vermindert, was die Qualität verbessert.



Quelle: Zeitschrift "Der Vinschger", Ausgabe 13/03 - 03.07.03

Fotogalerie

kalkofen.jpgKalkofen
aus: Zeitschrift "Der Vinschger"
ofen.jpgKalkofen
aus: Zeitschrift "Der Vinschger"
bauarbeiten baufirma gamper.jpgBauarbeiten
aus: Zeitschrift "Der Vinschger"