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Weinkellerei Manincor, 2004

"Je weniger man einen Wein steuert, desto mehr bleibt von der gewachsenen Qualität im Weinberg erhalten"



 




Baudaten:
      Baubeginn: 00-00-1996
      Betriebsende: 00-00-2004
      Projektant/Erfinder: Angonese, Boday, Rainer Köberl, Silvia Boday
      Erbauer/Konstrukteur: Michael Goëss-Enzenberg
Panorama

Der historische, 1609 erbaute Gutshof Manincor steht inmitten eines Lanschaftsschutzgebietes am Kalterer See, dem traditionellen Zentrum der Südtiroler Weinwirtschaft.

Technik

Die Kellerei mit allen notwendigen Produktions- und Lagerräumen als Hochbau neben den historischen Bestand zu errichten, war nicht nur aus Landschaftsschutzgründen nie ein Thema. Die topografische Situation legte einen „aushöhlenden“ Ansatz nahe: Der Tiefbau folgt mit seinen Schrägen und Senken dem Geländeverlauf bzw. verschafft sich im Inneren des eiszeitlichen Schuttkegels Raum – viel Raum. Über zwei Rampen taucht man in die Versenkung hinab, gelangt in eine weitläufige Vorhalle, die in ihrer Größe den Dimensionen der unterirdischen Kubatur (32.000 m3) Tribut zollt. Im rückwärtigen Teil des Weinguts befinden sich der Barrique-Keller, ein Presshaus und die Abfüllanlage sowie das Hochregallager. Ein räumlicher Querarm mündet in das vergleichsweise kleine Herzstück des Weinguts, den Verkostungsraum, der mit Glasfront und Pergola wie ein Teleskopauge aus der Hügelkuppe ragt und den Blick auf den See stimmungsvoll fasst.

Als Materialien dominieren roher Beton und – in Vorwegnahme der unweigerlichen Patina – rostiger Stahl. Nur der oberirdische Verkausraum besteht aus massiven, dazwischen verglasten Holzstehern, auf denen die Dachplatte ruht. Die gewaltige Baugrube wurde zunächt mit Spritzbeton gesichert, der eigentliche Baukörper in einigem Abstand vor den Stützmauern gegossen, sodass zwischen Stützwand und Betonschale ein das Klima stabilisierender Gang entstand. Dem Beton wurden geringfügig organische Anteile beigesetzt, die das Entstehen von Mikroorganismen begünstigen. Die Überschüttung des unterirdischen Weinguts und die Wiederbepflanzung des Hügels mit Weinreben stellte nicht nur das kultivierte Landschaftsbild wieder her, sondern sorgt ebenso für ein stabiles, ausreichend feuchtes Kellerklima – zum Wohle des Weins.

Geschichte

Ursprünglich hat man in Manincor zwar Wein angebaut, aber nicht eingekellert, die Trauben wurden direkt an Weinbauern oder Händler weitergekauft. Als Micheal Goess-Enzenberg den Ansitz übernahm, entschloss er sich (nicht zuletzt nach Abschluss einer önologischen Ausbildung) 1996, die wunderbare Lage direkt an der Südtiroler Weinsstraße zu nutzen und den Hof in ein eigenständiges Weingut umzubauen. Im intensiven Dialog mit den Architekten Walter Angonese, Silvia Boday und Rainer Köberl nahm die Vision schließlich Gestalt an, wurde eine bauliche Struktur entwickelt, die nach außen kaum in Erscheinung tritt, sondern sich über drei Geschosse tief ins Hügelinnere faltet.

Quelle:
-newroom
-Rheinischer Merkur vom 28.05.2003


Kontakt

Weingut Manincor
St. Josef am See 4
39052 Kaltern/Italien
Tel: 0471 960230
Handy: 0471960204
E-mail: info@manincor.com
Webseite: www.manincor.com


Fotogalerie

barrique-keller.jpgBarrique-Keller
Walter Niedermayr, 2004
blick richtung kalterer see.jpgBlick in Richtung Kalterer See
Walter Niedermayr, 2004
lageplan, schnitt, grundriss - architektinnen.jpgLageplan, Schnitt und Grundriss
ArchitektInnen
neue weingut - walter niedermayr.jpgNeues Weingut
Walter Niedermayr, 2004
pforte in den unterirdischen weinkeller.jpg"Pforte" in den unterirdischen Weinkeller
Walter Niedermayr, 2004
verkostungsraum.jpgVerkostungsraum
Walter Niedermayr, 2004